Mustertuch Schloß von Chenonceau - Zweiter Teil

Publié le : 28.12.2016 19:56:22
Catégories : Museen und Kulturgut Rss feed

Zweiter Teil der Motivbeschreibung zum Sampler Schloss von Chenonceau aus unserer Kollektion « Museen und Kulturgut ».

Den 1. Teil finden Sie hier.


 DIE SYMBOLE DER STICKMOTIVE

Motiv aus dem Zimmer Louises de Lorraine im Schloss Chenonceau – Museen und Kulturgut



Bei diesem Stickmuster handelt es sich um die Täfelung im Schlafgemach Louises von Lothringen. Nach dem tragischen Tod ihres Gemahls Heinrichs III. hatte sie in ihr Zimmer Symbole ihrer Trauer anbringen lassen: Silbertränen, Witwenkordeln, Schaufel des Totengräbers und hier Dornenranken und die miteinander verbundenen Buchstaben H und Lambda, Monogramme von Luise von Lothringen und Heinrich. III.




Der Salamander Franz’ I. und das Hermelin Claudes de France in Kreuzstich

 

Die Wappentiere Franz I’ und seiner Frau Claude de France, der Salamander und das Hermelin, zieren den großen Kamin im Salon Ludwigs XIV.

Das Paar war der erste Besitzer königlichen Blutes in Chenonceau.

 

Interpretation in Kreuzstich eines Kaminmotivs aus dem Schloss Chenonceau




Über dem Kamin in der großen Galerie kann man die miteinander verwobenen Monogramme Heinrichs II. und seiner Frau Katharina von Medici sehen. Das man daraus auch das D von Diane de Poitiers, Mätresse des Königs und Rivalin Katharinas, lesen kann, ist eine grausame Ironie. 

Das Wappen der Medici in Kreuzstich – Schloss Chenonceau



Das Wappen der Medici mit der französischen Lilie ziert einige Felder der Kassettendecke im Schlafgemach Katharinas von Medici.

Die Lilien des französischen Königswappens wurden den Medici 1465 von Ludwig XI. als Gnadenzeichen verliehen.


 

DIE WANDTAPETEN IM SCHLOSS

Interpretation in Kreuzstich der Wandbehänge im Schloss Chenonceau – Vorlage Museen und Kulturgut“

Seine behagliche Wärme verdankt das Schloss Chenonceau hauptsächlich
den fast überall anzutreffenden Wandbespannungen.
Hier oben sind von links nach rechts die von den jeweiligen Wandbehängen abgeleiteten Stickmotive zu sehen.
Zuerst das Motiv aus dem sogenannten „Grünen Kabinett“, dem Arbeitszimmer Katharinas von Medici (1519-1589)
mit schönem Blick auf dem Fluss Cher.
Von diesem Zimmer aus leitete sie als Regentin nach dem Tod ihres Mannes Heinrichs II. die Regierungsgeschäfte.
In Gelb eine Interpretation des Wandmotivs im Salon Franz’ I im Erdgeschoss. In diesem Raum wurde der französische König von Katherine Briçonnet im Schloss empfangen. Sie und ihr Mann waren die ersten Bauherren des Schlosses.
Das rosa-rote Motiv erinnert an den Baldachin-Stoff des Himmelbetts im Zimmer der fünf Königinnen. Der Name soll an zwei Töchter und drei Schwiegertöchter Katharinas von Medici erinnern: Königin Margot, Elisabeth von Valois, Maria Stuart, Elisabeth von Österreich und Louise von Lothringen.
Und schließlich das blaue Motiv für den Baldachin-Stoff im Zimmer Dianes de Poitiers, der Mätresse Heinrichs II. 


DIE RANDMOTIVE

Randmotive in Kreuzstich aus dem Chenonceau-Sampler – Museen und Kulturgut

Die Lilie als Symbol der französischen Könige in der Sajou-Vorlage Museen und Kulturgut

Die Randmotive erinnern an den Renaissance-Stil des Schlosses. Solche Motive sind in der Kunst der damaligen Zeit weit verbreitet. Auf dem unteren Motiv ist ein in Lilien eingebettetes, diagonales H zu erkennen. Über die Herkunft der Lilie als Symbol der französischen Krone ist nichts Genaueres bekannt.




Zum ersten Teil dieses Artikels klicken Sie bitte hier:  Sampler Schloss von Chenonceau – Teil 1

Auf der Chenonceau-Webseite ist eine virtuelle Besichtigung des Schlosses möglich.

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