Kreuzstichvorlage Perraults Märchen - Ritter Blaubart

Vorlage Perraults Märchen Ritter Blaubart

8,33 €

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Ritter Blaubart Kreuzstichvorlage



Ritter Blaubart - Märchen von Charles Perrault.

Zählmuster für Kreuzstich oder Petit Point Stickerei.

Jede Stickvorlage aus dieser Serie ist in zwei Ausführungen vorhanden: Bunt auf der Vorderseite und einfarbig auf der Rückseite.

Der illustrierten Szene liegt der entsprechende Textauszug in französischer Sprache bei.

Dank des großen Formats (DIN A3 - 29,7 x 42 cm) sind unsere Vorlagen sehr gut lesbar.

Motivgröße : 90 x 90 Stiche

Auf 12-fädigem Leinen über zwei Gewebefäden: 15 x 15 cm
Auf 16-fädigem Leinen über zwei Gewebefäden: 11,3 x 11,3 cm
Auf Aïda 5,5 : 16,5 x 16,5 cm.

Achtung: Beim Berechnen des Stoffverbrauchs ist wichtig, genügend Rand um die Stickerei mit einzuplanen!

Dazu werden noch 19 Farben Stickgarn benötigt.

Wir empfehlen unser Stickgarn Retors du Nord: 2317, 2445, 2443, 2012, 2024, 2025, 2005, 2003, 2847, 2874, 2876, 2190, 2039, 2567, 2540, 2036, 2223, 2033 und 2001.

Unsere Vorlagen sind in einem hübschen Umschlag aus fester Pappe verpackt. Motiv- und Farbverpackung sind vom Lagerbestand abhängig. Auf der Umschlaginnenseite werden die wichtigsten Stickstiche zusammengefasst.

Vorlage OHNE Stoff und Garn!


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Es war einmal ein Ritter, der besaß viele Häuser in der Stadt

und viele Schlösser auf dem Lande

und silbernes und goldenes Tafelgeschirr

und Möbel voll kostbarer Stickereien

und vergoldete Karossen und Kasten voll Geld –

aber er besaß auch einen blauen Bart,

und das gab ihm ein so abstoßendes Aussehen,

dass Weiber und Mädchen ihn weder leiden noch sehen mochten.

Eine seiner Nachbarinnen, eine vornehme, aber arme Dame,

hatte zwei sehr schöne Töchter.

Er warb bei ihr, es der Mutter überlassend,

welche von beiden sie ihm geben wolle.

Sie mochten aber alle beide von dieser Partie nichts wissen,

und eine wollte ihn der andern aufreden,

da sich keine entschließen konnte,

einen Mann mit blauem Barte zu heiraten.

Auch hatte es etwas Abschreckendes,

dass Blaubart schon mehrere Male verheiratet gewesen

und dass man nicht wusste, was aus seinen bisherigen Frauen geworden.

Es war das jedenfalls ein verdächtiger Umstand.

Blaubart aber kannte die Weiber und die Mittel, ihnen die Köpfe zu verdrehen.

Er lud die Mutter und die Töchter samt einigen ihrer Freundinnen

und mehrere junge Männer auf eines seiner Schlösser,

wo man sich durch acht Tage aufs angenehmste unterhielt.

Da ging es hoch und lustig her; nichts als Landpartien, Bälle, Mahlzeiten,

Gesellschaftsspiele, Neckereien, dazu wohlangebrachte Geschenke an die Mädchen

wie an die Mutter und an die Freundinnen,

die auf die Schwestern am meisten Einfluss hatten.

Kurz, nach acht Tagen fand die jüngere Schwester,

dass der Bart ihres Wirtes nur bläulich, nicht blau,

und dass er selbst im ganzen und großen ein recht galanter Ritter

und höchst annehmbarer Ehemann sei.

Wenige Wochen nach diesen Lustbarkeiten war Hochzeit. 

Nach Verlauf des Honigmondes sagte Blaubart zu seiner Frau:

 „Ich muss in sehr wichtiger Angelegenheit eine längere Reise machen,

die mich wohl sechs Wochen lang von dir, mein Engel,

 und von meinem jungen Glücke trennen wird.

Betrübe dich darum nicht allzu sehr; im Gegenteil,

lasse deine Freundinnen kommen

und unterhalte dich während meiner Abwesenheit so gut als möglich.

Hier übergebe ich dir die Schlüssel zu meinen Vorrats- und Schatzkammern,

denn was mir gehört, gehört dir,

und schalte und walte du damit nach Belieben.

Dieser Schlüssel führt zum Saal der Gold- und Silbergeschirre, die man nicht täglich braucht, dieser zu meinen Kassen voll Gold und Silber,

dieser zu den Kisten, in denen ich meine Diamanten aufbewahre,

und dieser hier ist der Hauptschlüssel, der alle Türen öffnet.

Was nun dieses kleine Schlüsselchen betrifft,

so führt es in das kleine Gemach am Ende der großen Galerie.

Gehe du überall hin, wohin es dir beliebt, öffne alle Türen, wie du willst,

aber ich verbiete dir aufs strengste, in jenes kleine Kabinett einzutreten.

Sollte es dir dennoch begegnen, dass du es öffnest,

so wisse, dass du von meinem Zorne das Schrecklichste zu erwarten hast.“ …

  

Charles Perrault

Ritter Blaubart