Kreuzstichvorlage Grimms Märchen - Das tapfere Schneiderlein

Vorlage Grimms Märchen Das tapfere Schneiderlein

8,33 €

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Das tapfere Schneiderlein Kreuzstichvorlage



Das tapfere Schneiderlein - Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm.
Zählmuster für Kreuzstich oder Petit Point Stickerei.

Jede Stickvorlage aus dieser Serie ist in zwei Ausführungen vorhanden: bunt auf der Vorderseite und einfarbig auf der Rückseite. Der illustrierten Szene liegt der entsprechende Textauszug in französischer Sprache bei.
Dank des großen Formats (DIN A3 - 29,7 x 42 cm) sind unsere Vorlagen sehr gut lesbar.

Motivgröße : 90 x 90 Stiche

- Auf 12-fädigem Leinen über zwei Gewebefäden: 15 x 15 cm.
- Auf 16-fädigem Leinen über zwei Gewebefäden: 11,3 x 11,3 cm.
- Auf Aïda 5,5 : 16,5 x 16,5 cm.

Achtung: Beim Berechnen des Stoffverbrauchs ist wichtig, genügend Rand um die Stickerei mit einzuplanen!

Für dieses Muster werden 16 Farben Stickgarn benötigt.
Wir empfehlen unser Stickgarn Retors du Nord: 2317, 2012, 2876, 2834, 2033, 2030, 2005, 2266, 2190, 2567, 2034, 2780, 2221, 2777, 2022 und 2443.

Unsere Vorlagen sind in einem hübschen Umschlag aus fester Pappe verpackt. Motiv- und Farbverpackung sind vom Lagerbestand abhängig. Auf der Umschlaginnenseite werden die wichtigsten Stickstiche zusammengefasst.

Vorlage OHNE Stoff und Garn!


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…Der König schickte zu dem Schneiderlein und liess ihm sagen,
weil er ein so grosser Kriegsheld wäre,
so wollte er ihm ein Anerbieten machen.
In einem Walde seines Landes hausten zwei Riesen,
die mit Rauben, Morden, Sengen und Brennen großen Schaden stifteten,
niemand dürfte sich ihnen nahen,
ohne sich in Lebensgefahr zu setzen.
Wenn er diese beiden Riesen überwände und tötete,
so wollte er ihm seine einzige Tochter zur Gemahlin geben
und das halbe Königreich zur Ehesteuer;
auch sollten hundert Reiter mitziehen und ihm Beistand leisten.
"Das wäre so etwas für einen Mann, wie du bist,"
dachte das Schneiderlein,
"eine schöne Königstochter und ein halbes Königreich
wird einem nicht alle Tage angeboten."
"O ja," gab er zur Antwort, "die Riesen will ich schon bändigen,
und habe die hundert Reiter dabei nicht nötig:
wer siebene auf einen Streich trifft,
braucht sich vor zweien nicht zu fürchten."
Das Schneiderlein zog aus, und die hundert Reiter folgten ihm.
Als er zu dem Rand des Waldes kam,
sprach er zu seinen Begleitern:
"Bleibt hier nur halten, ich will schon allein mit den Riesen fertig werden."
Dann sprang er in den Wald hinein
und schaute sich rechts und links um.
Über ein Weilchen erblickte er beide Riesen:
sie lagen unter einem Baume und schliefen und schnarchten dabei,
dass sich die Äste auf- und niederbogen.
Das Schneiderlein, nicht faul, las beide Taschen voll Steine
und stieg damit auf den Baum.
Als es in der Mitte war, rutschte es auf einen Ast,
bis es gerade über die Schläfer zu sitzen kam,
und ließ dem einen Riesen einen Stein nach dem andern auf die Brust fallen.
Der Riese spürte lange nichts, doch endlich wachte er auf,
stieß seinen Gesellen an und sprach:
"Was schlägst du mich?"
"Du träumst," sagte der andere, "ich schlage dich nicht."
Sie legten sich wieder zum Schlaf,
da warf der Schneider auf den zweiten einen Stein herab.
"Was soll das?" rief der andere, "warum wirfst du mich?"
"Ich werfe dich nicht," antwortete der erste und brummte.
Sie zankten sich eine Weile herum,
doch weil sie müde waren, ließen sie‘s gut sein,
und die Augen fielen ihnen wieder zu.
Das Schneiderlein fing sein Spiel von neuem an,
suchte den dicksten Stein aus
und warf ihn dem ersten Riesen mit aller Gewalt auf die Brust.
"Das ist zu arg!" schrie er, sprang wie ein Unsinniger auf
und stiess seinen Gesellen wider den Baum, dass dieser zitterte.
Der andere zahlte mit gleicher Münze,
und sie gerieten in solche Wut,
dass sie Bäume ausrissen, aufeinander losschlugen, s
o lang, bis sie endlich beide zugleich tot auf die Erde fielen…

Jacob und Wilhelm Grimm
Das tapfere Schneiderlein