Vorlage Perraults Märchen Dornröschen

Vorlage Perraults Märchen Dornröschen

Dornröschen Kreuzstichvorlage

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GRI_PDC_PER_04

€ 6.67

€ 8.33

- 20 %


Dornröschen - Märchen von Charles Perrault. Zählmuster für Kreuzstich oder Petit Point Stickerei.

Jede Stickvorlage aus dieser Serie ist in zwei Ausführungen vorhanden: Bunt auf der Vorderseite und einfarbig auf der Rückseite.

Der illustrierten Szene liegt der entsprechende Textauszug in französischer Sprache bei.

Dank des großen Formats (DIN A3 - 29,7 x 42 cm) sind unsere Vorlagen sehr gut lesbar.

Motivgröße : 90 x 90 Stiche

Auf 12-fädigem Leinen über zwei Gewebefäden: 15 x 15 cm
Auf 16-fädigem Leinen über zwei Gewebefäden: 11,3 x 11,3 cm
Auf Aïda 5,5 : 16,5 x 16,5 cm.

Achtung: Beim Berechnen des Stoffverbrauchs ist wichtig, genügend Rand um die Stickerei mit einzuplanen!

Dazu werden noch 14 Farben Stickgarn benötigt.

Wir empfehlen unser Stickgarn Retors du Nord: 2332, 2013, 2039, 2570, 2001, 2180, 2015, 2190, 2003, 2038, 2549, 2032, 2223 und 2445.

Unsere Vorlagen sind in einem hübschen Umschlag aus fester Pappe verpackt. Motiv- und Farbverpackung sind vom Lagerbestand abhängig. Auf der Umschlaginnenseite werden die wichtigsten Stickstiche zusammengefasst.

Vorlage OHNE Stoff und Garn!


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Da war in alten Zeiten, in sehr alten Zeiten, ein König und eine Königin,

die hatten alles, nur keine Kinder.

Endlich, nach jahrelangem Warten, ward ihre Sehnsucht gestillt,

ihr höchster Wunsch erfüllt.

Die Königin gebar eine Prinzessin.

Man richtete eine große Taufe her

und lud dazu sämtliche sieben Feen des Landes.

Nach der Taufe begab man sich in den Saal zu einem großen Festessen.

Jeder der sieben Feen legte man ein herrliches goldenes,

mit Diamanten und Rubinen besetztes Besteck vor,

Messer, Gabel und Löffel, in einem prächtigen Futteral.

Als schon alles am Tische saß,

trat plötzlich noch eine alte Fee ein,

die nicht eingeladen war und die man vergessen hatte,

weil man seit mehr als hundert Jahren nichts von ihr wusste

 und sie für tot oder verschollen hielt.

Man bat sie, Platz zu nehmen,

aber betreffs des goldenen Bestecks war der König in großer Verlegenheit,

denn schon damals hatten die Könige nicht immer so viel Gold,

wie sie brauchten.

Man legte ihr also ein gewöhnliches Besteck vor

und entschuldigte sich.

Die alte Fee aber fühlte sich beleidigt,

murmelte etwas zwischen den falschen Zähnen

und machte ein böses Gesicht.

Eine der jüngeren bemerkte das, und besorgt,

dass die Alte der Prinzessin irgendwas Böses erfinden und anwünschen könnte,

versteckte sie sich hinter einem Vorhang,

um im entscheidenden Moment hervorzutreten

und den bösen Zauber so viel wie möglich zu entkräften.

Gleich nach Tische gingen die Feen,

die wussten, wozu sie geladen waren,

an ihr Geschäft und fingen an,

die Prinzessin zu beschenken,

und zwar mit allen jenen Eigenschaften,

die eine Mutter vor allem ihrem Töchterlein an wünscht,

damit es sobald wie möglich den Leuten in die Augen falle

und eine gute Partie mache.

Die erste Fee sagte: »Werde die schönste Person der Welt!«

Die zweite: »Sei so geistreich wie möglich, ohne unausstehlich zu werden!«

Die dritte: »Was du tust und wie du's tust, soll Mode werden!«

Die vierte: »Alle neuen Tänze sollst du gleich so vortrefflich tanzen,

als hättest du nie etwas anderes gelernt,

und niemals sollst du sitzenbleiben!«

Die fünfte: »Singe wie eine Nachtigall!«

Die sechste: »Spiele ausgezeichnet Klavier, zweihändig, vierhändig,

sechshändig, achthändig, selbst einhändig!«

Jetzt war die Reihe an der alten Fee, und ganz ärgerlich darüber,

dass es ein so junges und perfektes Frauenzimmer geben solle,

rief sie: »Die Prinzessin soll sich in ihrem fünfzehnten Jahre

an einer Spindel stechen und tot hinfallen.«

Diese schreckliche Bescherung erfüllte die ganze Gesellschaft mit Entsetzen,

und alles fing zu weinen und zu jammern an.

»Nur ruhig, nur ruhig!« rief die junge Fee,

die plötzlich hinter dem Vorhang hervortrat, »

beruhigt Euch, Herr König und Ihr, Frau Königin,

ich habe auch noch etwas zu sagen,

denn es ist nicht meine Art, der Alten das letzte Wort zu lassen.

Zwar kann man das Übel, das alte Weiber mit bösen Worten anrichten,

nicht immer ungeschehen machen,

aber lindern und mindern kann es manchmal eine gute Fee.

Und so soll die Königstochter nicht sterben an dem Spindelstich,

sondern nur in einen tiefen, hundert Jahre dauernden Schlaf versinken.

Nach diesen hundert Jahren wird sie ein wunderschöner Königssohn erlösen

und aus dem Schlafe wecken«…


Charles Perrault

Dornröschen

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