Stickvorlagen nach alten Mustern 

Der Geschichte nach hatte ein gewisser Wittich, Gravurenhändler in Berlin, um 1805 als erster die Idee, mit Temperafarben bemalte Kreuzstichvorlagen anzubieten. Die Idee schlug ein und das Verfahren wurde in mehreren europäischen Ländern nachgeahmt, so in Frankreich durch Monsieur Sajou, einem der Vorreiter auf dem Gebiet der Kreuzstichvorlagen sowie bemalter Vorlagen für Gobelinstickerei. Zuerst bot er mit Wasserfarben bemalte Vorlagen an. Später wurden kleine Stickvorlagebüchlein, die berühmten Sajou-Alben, gedruckt, denen er in der Folge zahlreiche Preise auf Weltausstellungen verdankte. 

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Kreuzstichvorlagen: Alte Mustertücher

Früher waren Mustertücher für die Mädchen Stick, Lese- und Rechenübung zugleich. Diese Tatsache muss im geschichtlichen Kontext des XIX. Jahrhunderts gesehen werden, als Schulbücher Mangelware und Zeitschriften mit Stickvorlagen Luxus waren. In meiner Sammlung an Stick- und Kurzwaren befinden sich zahlreiche Mustertücher, die nicht alle unbedingt nach Sajou-Vorlagen gestickt wurden. Darunter sind viele reizende alte, klassische Exemplare. Die Modelle, die wir hier anbieten, stammen aus der Zeit zwischen 1870 und 1900.

Kreuzstichvorlagen Marie Suarez

Marie Suarez muss man nicht mehr vorstellen. Die Laufbahn der berühmten belgischen Autodidaktin reicht von Handarbeiten in traditioneller Stickerei für Lieferanten des belgischen Hofs, Restaurierung alter Spitzen bis hin zur Beschäftigung mit alten Handarbeitstechniken.

Kreativität, Arbeitsqualität sowie ein großer Sinn für Kommunikation mit den Stickerinnen zeichnen sie aus.

Kreuzstichvorlagen nach alten Blumenmotiven

Handbemalte Modelle, ehemals „Berliner Motive“ genannt, dienten als Inspirationsquelle für die hier vorgestellten Vorlagen.

Ein gewisser Wittich, Gravuren-Händler in Berlin, hatte um 1805 als erster die Idee, mit Temperafarben bemalte Kreuzstichvorlagen anzubieten. Seine Veröffentlichungen wurden sofort mit Erfolg gekrönt und in mehrere Länder exportiert.

In den dreißiger Jahren desselben Jahrhunderts griff Monsieur Sajou die Idee Wittichs auf und bot einigen Zeitungen Stickvorlagen als Abonnement an.

Die Vorlagen bestehen aus einem sich wiederholenden Blumenmotiv. Daher ist es möglich, genau die gewünschte Länge sticken zu können. Früher wurden nach diesen Vorlagen dekorative Bänder für Sitzflächen oder Hocker gestickt, die zusammen mit glattem Samt verarbeitet wurden.

Kreuzstichmotiven geometrische Motiven

Alte Filethäkelmuster dienten als Inspiration für diese geometrischen Vorlagen. 

Zuerst wurde der Schuss (das eigentliche Filet oder Netz) gehäkelt und anschließend das Ganze mit einfachen Stichen bestickt.

Beim Filethäkeln besteht der Schuss in der Regel aus kleinen Quadraten, weshalb sich Filethäkelmuster leicht in Kreuzstichvorlagen umarbeiten lassen.