Indiennes-Stoffe - Fat Quarters

Im 17. Jahrhundert nannte man "Indiennes" bedruckte oder bemalte Motivstoffe aus Wolle, Seide oder Baumwolle.
Die Bezeichnung galt auch Herren-Morgenmänteln, die aus diesen Stoffen genäht wurden.
Die "Indiennes" kamen damals aus Indien, Persien sowie China und erfreuten sich in Europa - sowohl für Kleidung als auch für Dekoration genutzt - großer Beliebtheit.
Trotz mehrerer Verbote mit dem Ziel, die Interessen der jeweiligen Herstellerländer zu schützen, wurden zahlreiche Manufakturen gegründet, um sie nachzuahmen.

Im 18. Jahrhundert wurden bedruckte Baumwollstoffe als "Indiennes" bezeichnet. 
Der Druckprozess wurde "indiennage" genannt, "indienneurs" waren die Hersteller.
Heute versteht man unter "Indiennes" Stoffe mit exotischen Blumenmustern.

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