NÄHEN 

Traditionsgemäß werden Nähgarne und Textilien in Nordfrankreich hergestellt. Unter den zahlreichen berühmten Labels wäre das Fil Au Chinois ohne den beharrlichen Willen zweier Industrieller aus dem Norden gänzlich vom Markt verschwunden. Es waren Olivier und Bruno Toulemonde, die im Jahre 2007 diesen Markennamen der Beinahe-Vergessenheit entreißen konnten. Mit der kompetenten Mithilfe von Frédérique Crestin-Billet, die das Verpackungsdesign neu gestaltete und nach und nach neue Produkte entwickelte, erhielt das "Fil Au Chinois" seinen ehemaligen Glanz wieder zurück. Der Name des Garns stammt aus dem 19. Jahrhundert und rührt aus der Zeit, als der Orientalismus in Frankreich stark in Mode war. Die altklingende Formulierung "Au Chinois" bedeutet lediglich "mit dem Bild eines Chinesen".

ERHÄLTLICH IN DIESER ABTEILUNG:

Stoffe Nähen Patchwork

In früheren Zeiten hörte man überall in Nordfrankreich - insbesondere um Lille, Roubaix und Tourcoing -, das Summen hunderter kleiner Webstühle aller Art. Webereien fand man darüber hinaus in den Vogesen und im Elsass. Grobe Tücher wurden in der Gegend von Rouen und in der Auvergne produziert. Bedruckt wurden die Stoffe in der Provence, in Nantes, Rouen und in Jouy-en-Josas.

Gefüllte Nähkästchen

Früher war es Tradition, Mädchen, sogar jungen Mädchen, ein Nähkästchen zu schenken, das je nach Bedarf im Laufe der Zeit ergänzt werden konnte. Diesen Brauch wollen wir aufrechterhalten und bieten Nähkästchen mit dem wesentlichen Nähzubehör an, wie Schere, Fingerhut, Maßband, Nahtauftrenner, Nähgarn, Näh- und Stecknadeln. Je nach Modell ist der Inhalt unterschiedlich. In manchen Nähkästchen ist Heftgarn, in anderen Modellen eine Schneiderkreide. Alle haben eins gemeinsam: Sämtliche Artikel sind hochwertig und stammen aus französischer Produktion.

Kurzwaren

Die Leidenschaft für alte Kurzwaren führte Frédérique Crestin-Billet dazu, 2005 die Marke Sajou zu neuem Leben zu erwecken. Ihrer Einschätzung nach wurde das Angebot im Bereich Kurzwaren auf dem Markt zusehends schlechter. Und so entschied sie, die reizende und vielseitige Welt der Kurzwaren von anno dazumal wieder lebendig werden zu lassen. Garnkarten, Fingerhüte, gefüllte Nähkästchen, Druckknöpfe auf hübschen Vintage-Karten, Knöpfe, kleines Zubehör, zahlreiche Döschen mit Stecknadeln, Garn, Sicherheitsnadeln, Haken und Augen…Dies alles gehört zum vielseitigem Sajou-Angebot. Auch wenn es heutzutage schwierig ist, so viele Artikel wie in den alten Katalogen der berühmten Geschäfte „Le Bon Marché“ oder „La Samaritaine“ anzubieten, besteht unser Angebot zumindest aus hochqualitativen, in Frankreich hergestellten Produkten.

Scheren Sticken Nähen

Maison Sajou ist für sein reichhaltiges Angebot an qualitativ hochwertigen Scheren berühmt. Ob Scheren für Stickerei aus der Sajou-Kollektion, Neuauflagen alter Modelle, Scheren für Näharbeiten oder fachmännische  Scheren für die Schneiderei - alle von Maison Sajou angebotenen Modelle werden in Frankreich hergestellt. Unsere außergewöhnlich schönen Scheren sind natürlich nicht allein Gegenstand von Bewunderung, sie sind selbstverständlich für den täglichen Gebrauch bestimmt. Die hochwertige Qualität des Stahls, die bei jedem einzelnen Herstellungsschritt verwendete  Sorgfalt wie z.B. dem exakten Polieren der Schneide, machen aus unseren Scheren Werkzeuge, die Sie ein Leben lang begleiten werden.

Nähzubehör aus Holz

Bei alten Kurzwarenartikeln hat Frédérique Crestin-Billet eine besondere Vorliebe für kleine Gegenstände wie Maßbänder, Nadelkissen, allerlei Nadelköcher, mit kleinen Schätzen gefüllten Kästchen… Die Neuauflage von Nähzubehör aus Holz ist der bescheidene Versuch, das vielfältige Angebot aus vergangenen Zeiten wieder herzustellen. Kurzwarengeschäfte hatten diese Artikel selbstverständlich im Sortiment, allerdings in einfacher, gebräuchlicher Ausführung. Schönere, ausgefallene Versionen fand man in Souvenir-Geschäften, Luxus-Ausführungen bei Goldschmieden und Juwelieren. Die Kurzwaren-Kataloge des berühmten Kaufhauses Le Bon Marché im frühen 20. Jahrhundert zeigten auf mehreren Seiten Maßbänder, Nadelkissen, Fingerhuthalter und Nadelköcher in jeder erdenkbaren Ausführung und unterschiedlichsten Materialien, sowie für jeden Geldbeutel.

Bänder Schrägbander Paspelbänder

In Frankreich hat sich die industrielle Bänderherstellung um Saint-Etienne, Saint-Chamond und Saint-Didier-en-Velay entwickelt, auf zahlreiche kleine Werkstätten verteilt. Ab 1830 konnten dank des technischen Fortschritts auch mehrfarbige Bänder am Fließband hergestellt werden. Die ältesten Bänder sind meistens aus Seide. Allerdings wurden die schönsten Motive erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts produziert, als die Technik richtig beherrscht wurde.